Letzte Woche hat die AKB ihre neuen Richtlinien für die Vergabe von Krediten vorgestellt. Unter anderem will die AKB an Unternehmen keine Kredite vergeben, die Forschung an in der Schweiz verbotener Gentechnik betreiben. Begründet wird dieser Entscheid mit potenziellen Langzeitrisiken, welche die Gentechnik berge.

Ein Kreditvergabeverbot für die Gentechforschung ist falsch!

In der Schweiz dürfen nach geltendem Recht gentechnisch veränderte Organismen zu Forschungszwecken angebaut werden, auch wenn die Freisetzung derselben Organismen in der Landwirtschaft verboten ist. Weshalb die AKB die Kreditvergabe an Unternehmen, welche legaler Weise Forschung betreiben, nicht mehr erlauben will, ist nicht nachvollziehbar.

Würde diese Verweigerungshaltung bei der Kreditvergabe Schule machen, würde dies zu einem faktischen Forschungsverbot führen. Forschungsverbote sind weder im Interesse des Kantons Aargau noch im Interesse der Schweiz. Abgesehen davon, dass die Gentechnik wertvolle Ergebnisse auf den verschiedensten Forschungsgebieten liefern kann, gilt es auch zu bedenken, dass der Forschungsplatz Schweiz dadurch geschwächt würde. Unsere Forscher und Studenten wären gezwungen, ihre Forschung im Ausland zu betreiben. Als Folge davon würden auch Spin-offs und Arbeitsplätze ebenfalls im Ausland entstehen. Dies gilt es zu verhindern.

Deshalb sollte die AKB ihre Haltung bezüglich der Kreditvergabe für die Gentech-Forschung unbedingt überdenken.